Verhältnis Konzertwirtschaft - Tonträgerindustrie
Auf dem Kiezkongress wird das sogenannte "360 Grad Modell" thematisiert. Wie wird sich das Verhältnis von Konzert- und Plattenwirtschaft verändern? Wie reagieren die Großen der Branche oder auch die Indie-Labels auf die aktuellen Herausforderungen des Musikmarktes? Die Tonträgerindustrie beansprucht zunehmend die Beteiligung am Live-Geschäft, Management, Verlagsgeschäft und Merchandising ihrer Künstler. Der Tonträgerindustrie ist in den letzten Jahren nicht gelungen, die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Im Vordergrund steht die Deckung der Produktionskosten durch die Beteiligung an der gesamten Wertschöpfung ihrer Künstler. Zu diesem Thema gibt es durchaus geteilte Meinungen. Das Modell hat zugleich Vor- und Nachteile für alle Beteiligten der Musikwirtschaft und bietet viel Gesprächsstoff.
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Beiträge zu diesem Themenbereich
Peter James
Gründer und Vorstand des VUT
"Vertragliche Beziehungen und Geldflüsse in der Musikwirtschaft: das Musikuniversum"
Im Mittelpunkt der Musikwirtschaft stehen der Künstler und sein Werk. Sie sind Ausgangspunkt einer expandierenden Rechtewelt, deren Wertschöpfungsketten immer komplexer werden. Eine Basis zum Verständnis der Diskussionen um das 360 Grad Modell bietet das "Musikuniversum" des VUT. Es ist die "Kartographie" eines Teilausschnitts dieser komplexen Materie rund um den Handel mit Musikaufnahmen.
Donnerstag, 15.00 - 16.00 Uhr
Jens Michow
Medienanwalt und Präsident des Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) e.V.
"360 Grad - Kernkompetenz oder Omnipotenz?"
Die Tonträgerindustrie beansprucht zunehmend einen Anteil an allen Wertschöpfungen ihrer Künstler. Da sie hier neben dem Live-Geschäft auch das Management sowie das Verlags- und Merchandising-Geschäft im Visier hat, wurde neuerdings der Begriff des "360 Grad Modells" geprägt.
Es ist in der Tonträgerwirtschaft in den letzten Jahren nicht gelungen, die wirtschaftlichen Probleme durch Konzentration auf das Kerngeschäft in den Griff zu bekommen. Folge der Krise sind nun die Versuche, Produktionskosten durch Teilhabe an der gesamten Wertschöpfungskette rund um den Künstler zu amortisieren.
Der Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft schildert in seinem Vortrag die Sicht der Konzertwirtschaft zu diesem Modell.
Donnerstag, 16.30 - 17.30 Uhr
Peter James
Gründer und Vorstand des VUT
"360 Grad aus der Sicht der unabhängigen Musikunternehmen"
Die Musikbranche befindet sich im Würgegriff eines Hypes: 360 Grad. Verbergen sich dahinter lediglich Begehrlichkeiten, in einer hochgradig arbeitsteilig organisierten Musikwirtschaft an den Erlöstöpfen anderer Marktteilnehmer zu partizipieren?
Independents integrieren schon lange Netzwerke bzw. mehrere Elemente der Wertschöpfungskette in Unternehmungen, die Spezialisierungen, wie Künstlermanagement, Musikproduktion, Verlagswesen, Werbung, Marketing, Live-Segment etc. in einer Hand zusammenfassen. Zwei Seiten einer Medaille oder schlicht: unterschiedliche Unternehmensphilosophien?
Freitag, 10.00 - 11.00 Uhr
Sascha Lazimbat
Managing Director Business and Corporate Development
Warner Music Central Europe
"360 Grad aus der Sicht eines Majors"
Kurzbeschreibung folgt
Freitag, 11.30 - 13.00 Uhr
Alexander Freund
Sänger der Band P:lot
"360 Grad aus der Sicht eines Künstlers: Eigenes Label, eigene Regeln!"
Projekt P:lot. Ein zeitgemäßer Projektplan für die Platzierung von Musik und der Marke "Musiker" in Deutschland
- Es wird ein kurzer Überblick über die Industrie der letzten Jahrzehnte gegeben,
- die Aufgabe eines Musikers und eines Labels kurz zusammengefasst,
- die (finanzielle) Unternehmensstruktur eines solchen Projekts vorgestellt,
- das Produkt "Musik" mit seinen Verkaufsargumenten näher umrissen,
- die Teamstruktur und Medienkultur erklärt,
- die generelle Marktentwicklung dem gegenüber gestellt und
- im Fazit werden Chancen und Risiken beleuchtet.
Freitag, 14.00 - 15.45 Uhr

- Oliver Adekunle

- Marc-Oliver Rogge
Oliver Adekunle, Marc-Oliver Rogge
Ligx. Einfach Live sein.
"Einfach Live sein - Live Streaming als neue Möglichkeit der Sebstvermarktung"
Kurzbeschreibung folgt.
Freitag, 11.30 -13.00 Uhr
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- Benjamin Beiler

- Tatjana Mühltaler
Benjamin Beiler, Tatjana Mühltaler
Di:rec
"Neue Geschäftsmodelle in der Musikwirtschaft"
Worin die Faszination eines Live-Konzerts genau liegt, lässt sich schwer in Worte fassen: Es ist die Begeisterung der Massen, die Unmittelbarkeit der Live-Musik, die Nähe zum "bewunderten" Künstler, das gemeinsame Erlebnis mit Gleichgesinnten und vieles mehr. Zusammen genommen ist es ein unverwechselbarer Moment und eine einzigartige Atmosphäre, ein Gefühl, an das man sich gerne erinnern möchte ... di[rec] zeichnet Live-Konzerte mit all den Facetten auf und erstellt authentische, legale Live-Konzertaufnahmen. Diese akustischen Souvenire können direkt nach Konzertende auf USB-Stick oder als Download erworben werden.
Freitag, 14.00 - 15.30 Uhr
Abschlusspanel zum Thema 360 Grad in der Musikwirtschaft
Präsentiert vom Musikmarkt
Moderation:
Jacques Kruse-Brandao, Matrix Solutions/ PicTicket
Teilnehmer:
Reimer Bustorff, Grand Hotel van Cleef
Jörg Tresp, Devil Duck Records
Dieter Schubert, A.S.S. Concert und Promotion
Freitag, 15.45 - 17.00 Uhr



















